Statuten von 1851

Geschrieben von Schützengilde Friesoythe.

Statuten zur Schützengesellschaft des Bürgerschützenfestes der Stadt Friesoythe von 1851

  • Nachdem unterm 19. März d. J. auf dem Rathaus Magistrat und Ausschuß beschlossen, daß das Schützenfest der hiesigen Stadt um Pfingsten am zweiten Markttage künftig stattfinden soll, so sind gemäß dieses festgesetzten Magistrats- und Ausschußbeschlusses die hiesigen Bürger sämtlich durch einen Boten, die auswärtigen Schützenfreunde durch öffentliche Blätter dazu eingeladen.
  • Jeder Bürger dieser Stadt sowie jeder eingeladene Schützenfreund kann an diesem Volksfest teilnehmen und hat bei Unterzeichnung seines Namens sich zu seiner angewiesenen Kompanie zu stellen. Diejenigen aber, die nicht Anrecht am Schützenfonds haben, sowie jeder auswärtige hieran teilnehmende Schütze bezahlt 12 Grote!
  • Zu dem heute stattfindenden Ball können nur Damen aus den Häusern der Bürger dieser Stadt und der Schützenmitglieder der Zutritt gestattet werden. Der Nichtdazugehörende sowie Dienstboten werden nicht zugelassen.
  • Jeder Schütze hat sich anständig und nüchtern zu betragen, dem Befehle der Offiziere Folge zu leisten, im Gliede sowohl als im Marsche die möglichste Ordnung zu beobachten, wofür die Herren Offiziere Sorge tragen wollen. Die Kompanien werden von ihnen zum Schützenplatz geführt; beim Schießen tritt jede Kompanie einzeln an, wo bei Aufrufung des Namens eines jeden Schützenmitgliedes der Reihe nach geschossen wird. Solange eine Kompanie am Schießen ist, muß selbstredend die andere warten bis die erste abgeschlossen, alsdann tritt die andere Kompanie unter Anführung ihres Offiziers an. Jeder, der nicht zur schießenden Kompanie gehört, hat sich dem Schießplatze und der Bude, worin geladen wird, fern zu halten.
  • Der Schützenkönig erhält ein schönes, neues, ausgesuchtes Gewehr um 5 bis 6 Thalern Wert nebst einem gewundenen Ehrenkranz. Den auswärtigen, nicht zum städtischen Schützenfonds gehörenden Schützen, welche nicht Bürger dieser Stadt sind, kann dieses nicht zu Teil werden; derselbe erhält alsdann statt dessen "einen Thaler" als eine Ehrenprämie seines höchsten Schusses und der ihm im höchsten Schuß d. h. (die mehrsten Ringe) zunächst folgende Bürger tritt in seine Stelle als Schützenkönig ein.
  • Das Schießen in der Stadt und beim Marsch bleibt wie immer polizeilich verboten. Dieses sind im allgemeinen die Statuten, die hier zu beachten sind; die weiteren Reglements werden die Herren Offiziere erteilen, die jeder Schütze, wie ich hoffe, gern befolgen wird. Schützenfest Der Magistrat 1851 Juni 10.

Schützengilde Friesoythe

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